Frag nich’

Ständig wird mir die Frage gestellt, wer ich bin. Was tust du? Was willst du? Warum bist du hier?

Diese Fragen zu beantworten ist nicht einfach, und so sehr ich auch versuche, in mich zu gehen, bin ich noch nicht in der Lage, eine Antwort zu finden. Eine plausible, eine, die mit wenigen Worten das aussagt, worüber andere Menschen Romane oder Aufsätze schreiben. Ich bin mir sicher, dass die Suche nach Antworten einen großen Teil des Lebenssinnes ausmacht, aber ist der Lebenssinn nicht auch subjektiv zu sehen, muss ich nicht auch nach einer Antwort auf die Frage, was ist der Sinn des Lebens finden?

Fragen über Fragen und doch weiß ich nur eins: Ich will irgendwann auf mein Leben zurückblicken und sagen können: „Es war gut so.“

Ständig stehe ich vor der Aufgabe, es so vielen Menschen wie möglich zu gleicher Zeit recht zu machen. Es scheint ein wenig unmöglich, da ich es mir nicht einmal selbst vollkommen recht machen kann. Vielleicht sollte ich mit mir anfangen, bevor ich mir von anderen Anforderungen stellen lasse.

Denn bevor ich diese ganzen Fragen beantworten kann, muss ich Entscheidungen treffen, die mir meinen Weg zum Glück ebnen sollen. Ich kann um Hilfe bitten, um eure Meinungen, doch letztendlich muss ich es nach meinem Willen entscheiden, nicht nach eurem.

Ich glaube, ich kann sagen, dass ich endlich weiß, was es heißt, zu Leben.

Ich bin – du bist – er ist – sie ist – es war

Die weißen Wattewölckchen sind zu einer massiven Mauer aus Wassertröpfchen geworden. Neben mir liegt ein Stapel Papier, weiß mit schwarzen Buchstaben, die für mich einmal toll aneinander gereiht waren und mir jetzt ein Kopfschütteln durch den Körper zucken lassen.
Ein Blatt weigert sich stur, dort auf dem Stapel liegen zu bleiben. Als Dank für die Schreibtischrebellion behalte ich es, hefte es an die Pinnwand. Sollte es es schaffen, da runter zu kommen, wird es eingerahmt. Die restlichen, normalen Blätter verteile ich morgen an ahnungslose Mitmenschen, um ihr Kursbuch zu bereichern und ihm vielleicht einen Funken meines Niveaus zu schenken. Niveau ist keine Hautcreme.
Meine Motivation ist nach diesem Tag mehr als nur in den Keller gesunken, ich könnte beinahe dem Erdkern zuwinken und ihm einen schönen Abend wünschen.
Das einzige, was mich bisher aufbaute waren eine Verabredung für den morgigen Nachmittag, die Tatsache, dass es nur noch 2 Stunden bis zur Heimkehr der besseren Hälfte sind und die Verdanabuchstaben, die mir mit der Reihenfolge na, süße? alles klar? ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Nicht ganz wahrheitsgetreu antworte ich, alles sei Bestens. Menschen wie sie machen mich glücklich. Wie damals, vor ein paar Jahren, es ist genau das Gleiche. Wir kennen uns nur über Datenkabel aber manchmal habe ich das Gefühl, sie sei mir näher als manch anderer, der in ein paar Metern Entfernung wohnt. Vielleicht schaffen wir es auch mal wieder, uns richtig zu unterhalten.
Manchmal kommt alles auf einmal. Rechnungen zum Beispiel. Oder neue Probleme. Es ist Mitte Juli und jeder Zweite, mit dem ich in der letzten Zeit gesprochen habe, redet von Geldproblemen. Vielleicht war’s aber auch schon jeden Monat so und ich habe es einfach nur nicht mitbekommen.
Das Schuljahr ist so gut wie gelaufen, ich fühle mich schlecht dabei. Ich habe nicht annähernd das erreicht, was ich erreichen wollte. Mal wieder.

Der Raps blüht. <3

Today I will work very hard on not working today
This fine spring-time wind will blow all expectations away

Also, ich muss ja echt sagen, dass der letzte Samstag wirklich, so richtig einer der Tage war, von denen man sagt: „Der Tag war richtig schön.“. Bis auf einen kleinen Abstrich lief der Tag so ziemlich perfekt. Total ungetrübt.
Mit Sonne und netter Begleitung bei herrlichstem Wetter ausreiten. Auch wenn ich mir den Finger verletzt habe, ist es danach einfach toll weiter gegangen. Zusammen mit Anne Mittag gemacht, gegessen, geredet, man, das tat verdammt gut nach dem doch etwas depressiv angehauchtem Freitag. Dann noch die tolle Nachricht, dass Hauffe angenommen wurde, und die Tatsache, dass wir hinüber zur Schwiegermama fahren…
H E R Z H O C H S I E B Z E H N ! ! ! ! !
Danke für diesen wundervollen Samstag an alle beteiligten.

Ja, es ist Frühling. Auch, wenn es die ganze Zeit regnet und ich mich frage, ob ich mir das schöne Wetter am Samstag nur eingebildet habe… aber nun ja.
Der Raps blüht. Und in einer Woche… ist der 22. Ja, der 22.

Soviel zur Milch

Ein plötzlicher und wirklich unangenehmer Schub Bauchschmerzen und Übelkeit zwingt mich dazu, schleunigst den Weg zur Toilette aufzusuchen. Nicht einmal 5 Minuten nach dem Verzehr meiner Cornflakes lande sie unverdaut wieder in eine Schüssel ab. Erstmal Luftholen. Und dann alles rauslassen.

Selbstdiagnose: Laktoseintoleranz.
Oder sollte man Cornflakes einfach nicht zum Abendbrot essen?

Oder vielleicht doch, so wie Mama und Oma auf Milch verzichten?
Wie gut, dass ich heute nur eine Flasche Kakao und eben die Cornflakes mit schön viel Milch getrunken/gegessen hab…

Alltag

Stell dich den Herausforderungen.
Aber was ist, wenn ich mich vor ihnen verstelle?

Wachse an den Herausforderungen.
Aber was ist, wenn ich mir selbst schon zu groß bin?

Die Art der Menschen ist es, die sie immer weiter treibt.
Immer etwas Neues erreichen, jemanden überbieten, besser sein.
Aber was ist, wenn ich mein Ziel endlich erreichen will?
Endlich an einem Punkt stehen und sagen: „Ja, ich bin zufrieden damit.“?
Im nächsten Moment wird man entweder weiter geschubst,
aus dem Ziel direkt an den neuen Start
oder man wird noch direkt im Ziel überholt.
Du  hast es geschafft.
Aber was bringt es dir?

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