Manche Grenzen überwindet man nicht.

Ich sehe dich schweigend an. Deine von Tränen wunden Augen sind von einem Schleier bedeckt, der dich in einer Welt festhält, die noch kälter und härter als die Realität erscheint.
Das Flehen, das Bitten in deiner Haltung verletzt mich im tiefsten meines Herzens und doch vermag ich nicht, auch nur ein Wort zu sprechen.
Ich halte Abstand, ich habe Angst, dich zu berühren. So, wie du da sitzt, bist du zu zart und verletzlich, als dass ich wagen würde, auch nur mit den Fingerspitzen über deine Haut zu streichen.
Wer bist du?
Ich erkenne dein Gesicht nicht. Du sitzt vor mir wie eine vergessene Göttin, die nicht von dieser Welt stammt.
Und für einen Moment kann ich nicht sagen, wer von uns Beiden mehr leidet. Du oder ich.

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