Ich mache mir Gedanken. Viele Gedanken. Das Wochenende war hart, mein Kopf scheint zu glühen. Einerseits… habe ich gute Hoffnungen, dass alles gut wird, andererseits ist da dieses kleine aber gemeine Risiko, dass alles immer wieder in den Schatten stellt.
Ich fühl’ mich gut, aber nicht sehr gut. Ich bin ausgeglichen, aber in mir drinnen tobt es.
Ist es wirklich schief gelaufen? Habe ich mir das alles gut überlegt?
Eine der Sachen, die mich im Moment beschäftigen, kann ich hier offen dar legen. Es geht darum, dass ich mir am Dienstag eine neue Kamera kaufen will.
Nichts besonderes, oder?
Naja, vielleicht nicht, wenn man nicht erst vor nem knappen Jahr eine bekommen hat, die wirklich ganze Arbeit leistet.
Das Geld hab ich. Aber ich sollte es doch zumindest meinem Vater sagen, dass ich 500€ für eine Kamera bleche, die mir meine Zukunft näher bringen soll. Und die 500€ sind nur der Anfang. Was fehlt sind dann noch die passenden Objektive. Ja, wenn ich es abwäge, ist es hinrissig. Bis ich die neue Cam so ausgestattet habe, dass sie die gleichen Fähigkeiten wie meine Tuuli hat, werde ich sicher noch einmal an die 1000€ investieren müssen. Aber ist es dann nicht richtig, dass ich jetzt damit anfange? Damit ich nicht nachher dumm dastehe, in der Ausbildung, aber ohne Kamera, mit der Aufforderung: „Besorgen Sie sich das, was sie brauchen“?!.
Es ist eine Investition für eine Zukunft, auf die ich noch 1 1/2 Jahre warten muss. Aber bis dahin… kann ich weiter sparen, mich mobil machen… mich ausrüsten.
Was, wenn ich zwar einen Führerschein in der Tasche hab, der mich jedoch so viel gekostet hat, dass ich mir keine Kamera leisten kann, und deshalb meine Ausbildung in himmlische Weiten rückt, da ich mir die Grundausrüstung nicht leisten kann?
Es ist alles so verdammt schwierig. Ich will diese Kamera. Aber ich glaube nicht, dass es jemand wirklich versteht. Verständnis, okay. Vielleicht nicht einmal das.
In ein paar Minuten werde ich mich mit meinem Vater auseinander setzten. Ich habe Angst davor, enttäuscht zu werden, dass er strikt NEIN sagt. Aber selbst wenn… es ist mein Geld. Ich werde sie mir kaufen, wenn er mir nicht einen überzeugenden Grund nennt, es nicht zu tun.
„Du bist zu jung.“
„Du änderst deine Einstellung eh noch 10 Mal!“
„Du weißt nicht, wie man mit Geld umgeht.“
„Das Geld war für deinen Führerschein gedacht.“
Das gehört nicht dazu.
Vielleicht bin ich erst 17, aber ich weiß, dass ich es machen will. Auch wenn meine Familie es nicht will.
Im ürbigen erfreue ich mich seit geraumer Zeit wieder an kleinen Dingen. Über einen Sonnenstrahl, eine Blume… es ist zwar Januar, aber in mir ist es schon Frühling.
IsI Sagte:
on 31 Januar, 2008 at 7:06
himmel!
was bringt dir die umsetzung des „so ist es halt“ statt „so will ICH es“? du hast dich richtig entschieden, wenn du mich fragst…
wolln wir uns in den ferien mal treffen?
bist herzlich ins cafe eingeladen!
lg da isi